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Schulsozialarbeit · Präventionsprogramm

Stärke statt Macht –
Sozialtraining & Mobbingprävention

An der Maria-Gress-Schule Iffezheim fördern wir systematisch soziale Kompetenzen, Resilienz und ein gewaltfreies Schulklima – auf Basis wissenschaftlich fundierter Forschung und dem Programm Konflikt-KULTUR von Thomas Grüner.

4×2
Fortbildungstage für Lehrkräfte
3
Themenschwerpunkte: Bindung, Mediation, Mitgefühl
seit 1997
Bewährtes Programm in über 225 Einrichtungen
100%
Wissenschaftlich evaluiert und fundiert
🧠

Neurobiologie trifft Pädagogik

Das Programm basiert auf aktuellen Erkenntnissen aus Hirnforschung, Entwicklungspsychologie und Resilienzforschung.

→ Wissenschaftliche Grundlagen
🤝

Beziehung vor Belehrung

Starke Bindungen zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern sind die Grundlage für echtes Lernen und nachhaltige Motivation.

🛡️

Prävention statt Reaktion

Mobbing und Gewalt werden strukturell verhindert – durch eine Schulkultur, in der Respekt und Mitgefühl gelebte Werte sind.

Was die Forschung uns sagt

Schulerfolg hängt weniger vom IQ ab als von der Fähigkeit zur Impulskontrolle und Selbstregulation. Diese Erkenntnisse verändern, wie wir Unterricht und Schulklima gestalten.

Zum Programm
Poster: Ziele, Stärke, Kompetenzen

Delay of Gratification

Langzeitstudien belegen: Kinder, die Bedürfnisse aufschieben können, sind im späteren Leben signifikant erfolgreicher – beruflich und sozial.

Selbstregulation & Resilienz

Die Fähigkeit zur Selbstregulation gilt als wichtigster Schutzfaktor in der Resilienzforschung – und ist durch gezieltes Training erlernbar.

Sanktionsforschung

Strafen erzeugen Verhaltensanpassung, aber keine echte Verhaltensänderung. Nachhaltige Veränderung entsteht aus Mitgefühl, nicht aus Angst.

Bindungsforschung

Sichere Bindung ist elementarer Resilienzfaktor und die wichtigste Quelle von Lern- und Arbeitsmotivation bei Kindern und Jugendlichen.

Drei Themenschwerpunkte – eine Haltung

Referent Thomas Grüner (Konflikt-KULTUR, Freiburg) bildet unsere Lehrkräfte in drei aufeinander aufbauenden Modulen aus.

  • Resilienz- und Lernerfolgsforschung im Alltag
  • Beziehungsstile: Zuwendung und Führung
  • Training von Impulskontrolle & Frustrationstoleranz
  • Motivationspädagogik und Burn-out-Prävention
  • Deeskalation bei aggressivem Verhalten
  • Ebenen des Verstehens und Bedürfnisarbeit
  • Kommunikationstechnik: Vertiefungsfragen
  • Resonanzangebote und Kontaktaussagen
  • Bindung als Resilienzfaktor
  • Vertrauensvolle Lernbeziehungen aufbauen
  • Mediation im schulischen Kontext
  • Konfliktlösekompetenz für Lehrkräfte
  • Compassiontraining: Mitgefühl entwickeln
  • Tat-Ausgleich als pädagogisches Instrument
  • Verankerung in der Schulgemeinschaft

Alle Kinder „satt" nach Hause schicken

Jeder Mensch hat Grundbedürfnisse: Sicherheit, Zuwendung, Autonomie, Spaß und Anerkennung. Unser Unterricht bedient diese Bedürfnisse gezielt – denn wer weiß, was Kinder brauchen, unterrichtet einfach wirksamer.

🛡️

Sicherheit & Vertrauen

„Das gibt mir Halt!" – Schutz, Orientierung, klare Regeln

❤️

Liebe & Zugehörigkeit

„Ich bin nicht allein!" – Beziehung und Gemeinschaft

🕊️

Freiheit & Autonomie

„Das bestimme ich!" – Partizipation, Selbstwirksamkeit

🎮

Spaß & Stimulation

„Voll geil!" – Lernen, Spiel, Entspannung

🌟

Anerkennung & Selbstwert

„Das kann ich!" – Leistung, Erfolg, Status

Unser Fokus: Wer es richtig und gut macht, bekommt dafür Anerkennung und Zuwendung. Wer es noch nicht richtig macht, braucht Unterstützung und Hilfe – ohne für das Fehlverhalten Zuwendung zu erhalten.

Konkrete Maßnahmen in jeder Klasse

Jede Maßnahme bedient mindestens eines der Grundbedürfnisse und ist neurobiologisch begründet.

Täglich

Begrüßung mit Handschlag

Vor der ersten Stunde begrüßen sich Lehrkraft und Schülerinnen und Schüler mit Handschlag. Das schüttet Oxytocin aus, bedient das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, baut Cortisol ab und schafft Vertrauen – noch bevor der Unterricht beginnt.

Jede Stunde

Insel der Stille

Kurzes Innehalten, begleitet durch ein akustisches Signal. Das baut Cortisol ab, holt das Gehirn aus dem Flucht-/Kampf-Modus und schafft Vorhersehbarkeit. Das Bedürfnis nach Sicherheit wird gezielt bedient.

Täglich

Anerkennungssystem

Ein klassenindividuelles System erkennt Verhalten und Leistung sichtbar an. Durch gezielte Rückmeldung wird Dopamin ausgeschüttet und der innere Antrieb gestärkt. Regeln, Anerkennung und Feedback werden verbunden.

Warum jede Maßnahme wirkt

Bevor Lernen stattfinden kann, muss der Stresslevel im Gehirn gesenkt werden. Jede unserer Maßnahmen ist darauf ausgerichtet.

Maßnahme Gehirn-Chemie Grundbedürfnis Konkrete Wirkung
Handschlag bei Begrüßung Oxytocin ↑ Zugehörigkeit Vertrauen, Bindung, Cortisol sinkt
Insel der Stille Cortisol ↓ Sicherheit Gehirn aus Flucht-/Kampf-Modus holen
Anerkennungssystem Dopamin ↑ Selbstwert Innerer Antrieb und Motivation wachsen
Klare Regeln & Konsequenzen Vorhersehbarkeit Sicherheit Stressfreiheit durch Orientierung
Abschlussverabschiedung Oxytocin ↑ Zugehörigkeit Positiver Abschluss, Gelerntes verankert sich
😰

Stress-Modus

Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol → Erstarren, Flucht oder Kampf → Informationsverarbeitung blockiert

🧠

Lern-Modus

Dopamin, Oxytocin → Aufnahmefähigkeit, Motivation, Bindung → Gehirn ist offen für neues Wissen

"Nur ein sicher gebundenes Kind ist ein lernfähiges und lernbereites Kind."

Positive Autorität als Basis

Kinder brauchen Orientierung, Beziehung und klare Führung. Führung ist zugewandt, transparent, konsequent und berechenbar. Verhalten wird als Lernsignal verstanden – nicht als Störung oder Provokation.

Der Präfrontale Kortex (PFC) – zuständig für Impulskontrolle, Planen und Selbstbeherrschung – ist bei Jugendlichen bis ca. 25 Jahre im Umbau. Deshalb brauchen Kinder und Jugendliche äußere Struktur und Co-Regulation. Die Lehrkraft fungiert als externer PFC.

„Kinder machen es gut, wenn sie es können. Und wenn nicht, brauchen sie Verständnis und Hilfe."

Transparent

Regeln und Konsequenzen sind für alle sichtbar und nachvollziehbar.

Konsequent & berechenbar

Konsequenzen dienen der Orientierung und Verantwortungsübernahme, nicht der Bestrafung.

Zugewandt

Fehlverhalten ist ein Signal – keine Provokation. Unsere Reaktion ist Unterstützung.

Bindungsorientiert

Beziehung vor Belehrung: Ohne Bindung kein Lernen.

Was sich verändert – für alle

Das Programm strahlt auf den gesamten Schulalltag aus. Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und das Schulklima profitieren gleichermaßen.

Poster: Demokratie, Grundrechte, Menschenrechte
🎯

Bessere Lernbereitschaft

Kinder lernen besser, wenn sie sich sicher, gesehen und respektiert fühlen. Unsere Lehrkräfte schaffen genau dieses Umfeld.

🛡️

Mobbingprävention

Durch klare Werte, Zivilcourage-Teams und demokratische Schulkultur wird Mobbing strukturell verhindert – nicht erst bekämpft, wenn es passiert.

💪

Stärkung der Resilienz

Frustrationstoleranz, Impulskontrolle und Selbstregulation werden trainiert – Fähigkeiten, die Kinder ein Leben lang begleiten.

❤️

Mitgefühl statt Strafe

Intrinsische Motivation entsteht nicht durch Angst vor Strafe, sondern durch Mitgefühl. Wer die Folgen seines Handelns begreift, ändert sich dauerhaft.

„Soziales Lernen in der Schule ist eine direkte Investition in die Beschäftigungsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe der nächsten Generation."
— Ulrike Schlager, Schulsozialarbeit · Maria-Gress-Schule Iffezheim

Bereit für die Arbeitswelt

Was Kinder bei uns lernen, brauchen sie auf dem Arbeitsmarkt. Soziale Kompetenz ist die wichtigste Grundlage für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.

🤜

Teamfähigkeit

In heterogenen Gruppen konstruktiv zusammenarbeiten

⚖️

Konfliktlösung

Auseinandersetzungen sachlich und lösungsorientiert klären

🧘

Selbstregulation

Mit Rückschlägen und Druck professionell umgehen

🗣️

Kommunikation

Bedürfnisse klar und respektvoll ausdrücken

Eine Schule, die stärkt

Verantwortungsvoll und selbstbewusst den eigenen Weg gestalten – das ist unser Schulmotto. Das Sozialtraining lebt diesen Anspruch täglich.

🌿

Nachhaltiges Schulklima

Werte und Routinen, die langfristig wirken und das tägliche Miteinander prägen.

🎓

Starke Lehrkräfte

Professionell ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen, die sicher und gelassen führen.

🌟

Selbstwirksame Kinder

Schülerinnen und Schüler, die an ihre Fähigkeiten glauben und Verantwortung übernehmen.

🤲

Eltern als Partner

Transparenz, Austausch und gemeinsame Verantwortung für das Aufwachsen unserer Kinder.

Fragen zum Programm?

Ulrike Schlager (Schulsozialarbeit) steht Ihnen gerne für weitere Informationen zur Verfügung.