An der Maria-Gress-Schule Iffezheim fördern wir systematisch soziale Kompetenzen, Resilienz und ein gewaltfreies Schulklima – auf Basis wissenschaftlich fundierter Forschung und dem Programm Konflikt-KULTUR von Thomas Grüner.
Das Programm basiert auf aktuellen Erkenntnissen aus Hirnforschung, Entwicklungspsychologie und Resilienzforschung.
→ Wissenschaftliche GrundlagenStarke Bindungen zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern sind die Grundlage für echtes Lernen und nachhaltige Motivation.
Mobbing und Gewalt werden strukturell verhindert – durch eine Schulkultur, in der Respekt und Mitgefühl gelebte Werte sind.
Schulerfolg hängt weniger vom IQ ab als von der Fähigkeit zur Impulskontrolle und Selbstregulation. Diese Erkenntnisse verändern, wie wir Unterricht und Schulklima gestalten.
Zum ProgrammLangzeitstudien belegen: Kinder, die Bedürfnisse aufschieben können, sind im späteren Leben signifikant erfolgreicher – beruflich und sozial.
Die Fähigkeit zur Selbstregulation gilt als wichtigster Schutzfaktor in der Resilienzforschung – und ist durch gezieltes Training erlernbar.
Strafen erzeugen Verhaltensanpassung, aber keine echte Verhaltensänderung. Nachhaltige Veränderung entsteht aus Mitgefühl, nicht aus Angst.
Sichere Bindung ist elementarer Resilienzfaktor und die wichtigste Quelle von Lern- und Arbeitsmotivation bei Kindern und Jugendlichen.
Referent Thomas Grüner (Konflikt-KULTUR, Freiburg) bildet unsere Lehrkräfte in drei aufeinander aufbauenden Modulen aus.
Jeder Mensch hat Grundbedürfnisse: Sicherheit, Zuwendung, Autonomie, Spaß und Anerkennung. Unser Unterricht bedient diese Bedürfnisse gezielt – denn wer weiß, was Kinder brauchen, unterrichtet einfach wirksamer.
„Das gibt mir Halt!" – Schutz, Orientierung, klare Regeln
„Ich bin nicht allein!" – Beziehung und Gemeinschaft
„Das bestimme ich!" – Partizipation, Selbstwirksamkeit
„Voll geil!" – Lernen, Spiel, Entspannung
„Das kann ich!" – Leistung, Erfolg, Status
Unser Fokus: Wer es richtig und gut macht, bekommt dafür Anerkennung und Zuwendung. Wer es noch nicht richtig macht, braucht Unterstützung und Hilfe – ohne für das Fehlverhalten Zuwendung zu erhalten.
Jede Maßnahme bedient mindestens eines der Grundbedürfnisse und ist neurobiologisch begründet.
Vor der ersten Stunde begrüßen sich Lehrkraft und Schülerinnen und Schüler mit Handschlag. Das schüttet Oxytocin aus, bedient das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, baut Cortisol ab und schafft Vertrauen – noch bevor der Unterricht beginnt.
Kurzes Innehalten, begleitet durch ein akustisches Signal. Das baut Cortisol ab, holt das Gehirn aus dem Flucht-/Kampf-Modus und schafft Vorhersehbarkeit. Das Bedürfnis nach Sicherheit wird gezielt bedient.
Ein klassenindividuelles System erkennt Verhalten und Leistung sichtbar an. Durch gezielte Rückmeldung wird Dopamin ausgeschüttet und der innere Antrieb gestärkt. Regeln, Anerkennung und Feedback werden verbunden.
Bevor Lernen stattfinden kann, muss der Stresslevel im Gehirn gesenkt werden. Jede unserer Maßnahmen ist darauf ausgerichtet.
Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol → Erstarren, Flucht oder Kampf → Informationsverarbeitung blockiert
Dopamin, Oxytocin → Aufnahmefähigkeit, Motivation, Bindung → Gehirn ist offen für neues Wissen
"Nur ein sicher gebundenes Kind ist ein lernfähiges und lernbereites Kind."
Kinder brauchen Orientierung, Beziehung und klare Führung. Führung ist zugewandt, transparent, konsequent und berechenbar. Verhalten wird als Lernsignal verstanden – nicht als Störung oder Provokation.
Der Präfrontale Kortex (PFC) – zuständig für Impulskontrolle, Planen und Selbstbeherrschung – ist bei Jugendlichen bis ca. 25 Jahre im Umbau. Deshalb brauchen Kinder und Jugendliche äußere Struktur und Co-Regulation. Die Lehrkraft fungiert als externer PFC.
Regeln und Konsequenzen sind für alle sichtbar und nachvollziehbar.
Konsequenzen dienen der Orientierung und Verantwortungsübernahme, nicht der Bestrafung.
Fehlverhalten ist ein Signal – keine Provokation. Unsere Reaktion ist Unterstützung.
Beziehung vor Belehrung: Ohne Bindung kein Lernen.
Das Programm strahlt auf den gesamten Schulalltag aus. Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und das Schulklima profitieren gleichermaßen.
Kinder lernen besser, wenn sie sich sicher, gesehen und respektiert fühlen. Unsere Lehrkräfte schaffen genau dieses Umfeld.
Durch klare Werte, Zivilcourage-Teams und demokratische Schulkultur wird Mobbing strukturell verhindert – nicht erst bekämpft, wenn es passiert.
Frustrationstoleranz, Impulskontrolle und Selbstregulation werden trainiert – Fähigkeiten, die Kinder ein Leben lang begleiten.
Intrinsische Motivation entsteht nicht durch Angst vor Strafe, sondern durch Mitgefühl. Wer die Folgen seines Handelns begreift, ändert sich dauerhaft.
„Soziales Lernen in der Schule ist eine direkte Investition in die Beschäftigungsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe der nächsten Generation."— Ulrike Schlager, Schulsozialarbeit · Maria-Gress-Schule Iffezheim
Was Kinder bei uns lernen, brauchen sie auf dem Arbeitsmarkt. Soziale Kompetenz ist die wichtigste Grundlage für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.
In heterogenen Gruppen konstruktiv zusammenarbeiten
Auseinandersetzungen sachlich und lösungsorientiert klären
Mit Rückschlägen und Druck professionell umgehen
Bedürfnisse klar und respektvoll ausdrücken
Verantwortungsvoll und selbstbewusst den eigenen Weg gestalten – das ist unser Schulmotto. Das Sozialtraining lebt diesen Anspruch täglich.
Werte und Routinen, die langfristig wirken und das tägliche Miteinander prägen.
Professionell ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen, die sicher und gelassen führen.
Schülerinnen und Schüler, die an ihre Fähigkeiten glauben und Verantwortung übernehmen.
Transparenz, Austausch und gemeinsame Verantwortung für das Aufwachsen unserer Kinder.
Ulrike Schlager (Schulsozialarbeit) steht Ihnen gerne für weitere Informationen zur Verfügung.